Hilfe für entkoppelte Jugendliche in Not:
schnell, unbürokratisch, nachhaltig, spendenfinanziert.

Unser Profil

Wir wollen ein gesellschaftliches Problem lösen – „entkoppelten“ Jugendlichen zu helfen ist unser Geschäftsziel.
Wir machen dies als gemeinnützige GmbH seit mehr als 10 Jahren und können zahlreiche Erfolge nachweisen.

Was bedeutet CoLab? Das Wort setzt sich zusammen aus „coniunctim labor“ (lateinisch) und bedeutet „gemeinsame Arbeit“. Zusammenarbeit mit Partnern, welche den jungen Menschen ebenfalls in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen, ist bei uns Programm. Und warum Fachkraftwerk? Weil wir diese Jugendliche nachhaltig zu Fachkräften aufbauen und sie dadurch eigenständig werden. 

Wir arbeiten mit sogenannten „Systemsprengern“. Daher sind wir kein Träger der freien Jugendhilfe, sind nicht „System“. Wir haben Mut, andere Wege zu gehen. Wir denken quer, schwimmen auch gegen den Strom. Wir sind anpassungsfähig, erfinden uns oft neu. Wir suchen pragmatische Lösungen, handeln nachhaltig. Wir arbeiten nah am Menschen, helfen individuell. Wir stehen fest zusammen, verlassen uns aufeinander. Wir haben ein großes Netzwerk an Fürsprechern und Mitstreitern. Wir stecken nicht in Schubladen fest und stecken andere nicht rein. Wir springen über Hürden, sind frei in dem was wir tun. Wir haben eines immer fest im Blick:

„Das Wohl des jungen Menschen, der sich uns anvertraut.“

 

 

  • Wir sind Lotsen für entkoppelte Jugendliche.
  • Wir dienen als vertrauliche Zuhörer.
  • Wir dienen als verlässliche Ansprechpartner.
  • Wir sind überzeugte Fürsprecher.

Unsere Wurzeln sind pfälzisch: wir machen´s einfach.

 

  • Wir geben Obdach und Kost.
  • Wir geben Halt und Orientierung.
  • Wir vermitteln Werte.
  • Wir helfen bei der Überwindung persönlicher Probleme.
  • Wir helfen bei der Genesung einer stoffgebundenen Sucht.
  • Wir helfen in Sachen Schule und Beruf.
  • Wir begleiten in ein eigenverantwortliches, sinnerfülltes Leben.
  • Wir sind Experten auf den verschiedensten Gebieten.
  • Wir stehen fest im Leben, haben etwas erreicht.
  • Wir sind hartnäckig und kämpfen für jeden Jugendlichen, wenn wir eine Chance auf Erfolg sehen.
  • Wir halten „schwierige“ Jugendliche aus, lassen sie nicht im Stich.
  • Wir setzen auf Nachhaltigkeit und sind erst zufrieden, wenn der Jugendliche im Ziel steht.
  • Wir finden (auch dank unserer Spender) Finanzierungen, wenn alle anderen Möglichkeiten bereits versagen. Dadurch schaffen wir es, auch ältere Jugendliche aufzufangen.
  • Wir lassen den jungen Menschen über die Qualität unserer Arbeit urteilen, nicht eine Behörde.

Die Gründer

„Das System der Jugendhilfe benötigt eine Korrektur: zahlreiche Jugendliche mit belasteter Biographie werden von unserem Hilfesystem nicht erreicht oder aufgegeben. Tendenz: steigend. Das möchte ich ändern. Daher habe zusammen mit meinem Team das Konzept von CoLab entwickelt. Jeder Mensch ist wertvoll und wir dürfen niemanden fallen lassen, der Hilfe annehmen möchte und erreicht werden kann. Lesen Sie, welche Erfahrungen ich bereits in meinen Ausbildunsjahren mit unserer jetzigen Zielgruppe gemacht habe: Heimat - eine "WG" in einem besetzten Haus und Immer, wenn der Hunger kommt...

Thomas Friedrich
Dipl. Ing. der Elektrotechnik und IT-Unternehmer

 

„Von der Jugendarbeit kannte ich die Methode „Sehen - Urteilen - Handeln“. Schon immer ist es mir wichtig, anderen zu helfen, sofern ich die Möglichkeit dazu habe. Es geht überhaupt nicht an, dass junge Menschen einfach so als hoffnungslose Fälle aussortiert werden. Diesen suboptimalen Zustand wollte ich ändern. Und damit war die Idee von CoLab geboren.“

Andreas Scherer
Dipl. Physiker und Spezialist im Bereich digitales Marketing und Kommunikation

Unsere Motivation

Durch die Medienarbeit mit Jugendlichen erkannten die beiden Gründer Thomas Friedrich und Andreas Scherer, dass es machbar ist, bei jungen Menschen aus unserer Zielgruppe Leistungsbereitschaft zu wecken, wenn diese ernst genommen und dort abgeholt werden, wo sie stehen.

Als wir 2002 mit dem deutsch-russische Webradio rasik.de 2002 anfingen, zeigte sich schon bald, dass es möglich ist, junge Menschen fit für die Ausbildung zu machen, die vom klassischen Bildungssystem nicht erreicht wurden.

Die Situation in den letzten zehn Jahren bis heute wandelte sich stark. Waren es anfangs eher „klassische“ Integrationsprobleme mit Symptomen wie Sprachbarrieren, fehlender Akzeptanz, etc., sind die Herausforderungen heute wesentlich komplexer. Wir haben es zwar immer noch häufig mit benachteiligten jungen Menschen zu tun, jedoch sind diese in einer völlig anderen Lebenslage. Sie haben theoretisch Zugang zum Bildungssystem, aber irgend etwas aber wirft sie auf die schiefe Bahn. Sie landen häufig in von Drogen, Gewalt und Kriminalität geprägten (auch einheimischen) Kreisen. Aus dieser Parallelwelt können sie ohne fremde Hilfe oftmals nicht mehr entkommen.

Um an diese jungen Menschen überhaupt noch heran zu kommen, bedarf es viel Vorleistung an Vertrauen, Geschick, Geduld und Geld, aber auch an Professionalität.

Was haben wir davon?

Es ist uns eine Ehre, so nah an der Gesellschaft arbeiten zu dürfen. Die Sinnigkeit unseres Handelns gibt uns persönlich Halt und Zufriedenheit. Aber auch die Menschen, denen wir helfen, geben uns so viel zurück und wir können auch viel von ihnen lernen.

Darüber hinaus dürfen wir durch unsere Arbeit viele wertvolle Menschen kennenleren, die unsere Arbeit aktiv unterstützen, die ihre Kontakte und ihren Einfluss nutzen, um uns zu helfen, oder uns Trost und Mut geben, wenn es mal wieder schwer für uns ist.

Das alles ist nicht selbstverständlich und dafür möchten wir uns bedanken!

Warum sind wir kein Träger der klassischen Jugendhilfe (mehr)?

Im Jahr 2011 haben wir mit der Gründung AWAG Mittelmühle begonnen, „schwierige“ Jugendliche aus von Gewalt, Drogen und Kriminalität geprägten Lebenswelten „von der Straße“ zu holen (YouTube). Von Beginn an konnten wir Erfolge nachweisen. Von 2014 bis 2018 haben wir unsere Leistungen als freier Träger der Jugendhilfe angeboten. Im Fokus standen weiterhin die schwierigen Fälle, welche bereits zahlreiche andere Einrichtungen durchlaufen hatten und dort gescheitert waren.

Wir mussten jedoch lernen, dass sich die Arbeit mit „entkoppelten“ Jugendlichen nicht ohne Grund in der klassischen Jugendhilfe sehr schwierig gestaltet und haben verstanden, was junge Menschen oft zu „Systemsprengern“ macht. Infolge zahlreicher Einschränkungen, die sich durch die behördlichen Auflagen ergeben haben, konnten wir unsere Arbeit nie so richtig frei in der Art und Weise leisten, wie wir es von „von früher her“ kannten und wie es notwendig gewesen wäre. 

Erschwerend kam hinzu, dass es nicht einfach ist, geeignete Mitstreiter für eine derartige Arbeit zu finden. Ein Träger der freien Jugendhilfe ist bei der Personalwahl auf pädagogisches Fachpersonal beschränkt und somit darauf angewiesen, was der Markt „so hergibt“. Leider ist, wie wir heute wissen, ein „pädagogisches Fachkräftegebot“ kein Garant für eine gute Qualität in der Arbeit mit jungen Menschen.

Dies führte zu massiven internen Spannungen und einem Spagat zwischen unserer Arbeitsweise und den uns auferlegten systembedingten Anforderungen.

Erfolge stellten sich die in dieser Zeit kaum mehr ein. Unsere Einrichtung reihte sich letztlich in die Heimkarriere der jungen Menschen ein, sodass wir nur eine weitere Station auf deren Irrweg waren.

Mehrfach kamen die Köpfe der CoLab in Gedanken daher zu dem Punkt, die Arbeit auch wieder außerhalb einer Trägerschaft der freien Jugendhilfe zu leisten. Erste Ansätze dazu gab es bereits in einer WG, welche als Prototyp außerhalb der klassischen Jugendhilfe junge Volljährige aufgenommen hat, die zuvor in verschiedenen Heimen lebten und mit dem Erreichen der Volljährigkeit auf der Straße standen.

Die endgültige Entscheidung, keine Leistungen mehr im System der klassischen Jugendhilfe anbieten zu wollen, fiel durch die Verantwortlichen Mitte 2019 durch ein sehr prägendes Ereignis. Aus dem Kreise der eigenen Belegschaft wurden gegenüber der übergeordneten Behörde schwerwiegende Vorwürfe gegen die Einrichtungsleitung erhoben, denen im Amt Glauben geschenkt wurde. Von behördlicher Seite hätte die Leitung bis zur Klärung langfristig außer Dienst gestellt werden sollen. Unsere kleine Einrichtung wollte sich, auch zukünftig, derart nicht sabotieren lassen. Wir kehrten dem System Jugendhilfe den Rücken und erstatteten Anzeige. Mittler Weile sind die Vorwürfe durch die Staatsanwaltschaft als haltlos erklärt. Zurück in das System Jugendhilfe möchten wir mit unseren Angeboten allerdings nicht mehr.

Durch die Loslösung von zahlreichen Jugendhilfe-Standards, der Rückgabe unserer Betriebserlaubnis nach SGB VIII und die Neuorientierung unseres Teams konnten wir unsere Zielgruppe wieder erreichen. Die Freude an unserer Arbeit kehrte zurück und wir konnten an alte Erfolge anknüpfen. Wir konnten über diesen Wendepunkt hinweg praktisch alle volljährigen Jugendlichen mitnehmen und erfolgreich mit ihnen weiterarbeiten, da sie die Jugendhilfe kurzer Hand kündigten und somit den behördlichen Weisungen nicht mehr folgen mussten. Jugendliche, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig waren und gegen ihren Willen amtsseitig ausgesteuert wurden, kamen zurück, da sie auf dem „neu verordneten Weg“ abgestürzt sind.


© 2002-2019 CoLab gemeinnützige GmbH
Alle Rechte vorbehalten

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok