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Hol mich von der Straße... die vielleicht letzte Chance für Jungs
Außenwohn- und Arbeitsgruppe AWAG-Mittelmühle in Nordhessen für junge Männer
nach SGB VIII

Fernab von Milieu und Clique zu sich finden.
CoLab betreibt die Außenwohn- und Arbeitsgruppe "AWAG Mittelmühle" für Jugendliche in Not mit dem Ziel, sie aufzufangen, sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken und sie an die Ausbildungsreife heranzuführen.

Unsere Gruppe bietet Unterkunft sowie einen betreuten Schutz- und Entwicklungsraum zur Überwindung persönlicher, gesundheitlicher sowie seelischer Probleme sowie der schulischen und beruflichen Vorbereitung.

Jugendliche, die bundesweit zu uns kommen, stammen aus einer von Drogen, Gewalt und Kriminalität geprägten Lebenswelt. Sie haben sich oftmals derart verrannt, dass sie ihre sozialen Kontakte zu Familie bereits abgebrochen haben. Durch Drogenkonsum sind sie häufig in Schulden gefangen, was eine gefährliche Abhängigkeit von kriminellen Kreisen nach sich zieht.

Aufgrund der bisherigen Lebenswelt unserer Zielgruppe ist es meist unwahrscheinlich, dass sie in unserer Mehrheitsgesellschaft und im dazugehörigen Berufsleben nachhaltig Fuß fassen. Einzig das Herauslösen der jungen Menschen aus ihrer gewohnten Umgebung bietet eine Chance, dies noch zu ändern. Daher bieten wir ihnen für eine bestimmte Zeit einen Schutz- und Entwicklungsraum in einer historischen Mühle im ländlichen Raum.


Neuanfang und eigener Wille

Motivation und der eigene Wille, sich zu verändern ist der Motor, der die Jugendlichen schließlich zu ihren Zielen bringt. Eigene Erfolge und Wertschätzung liefern den nötigen Schub.

In unserer Einrichtung können die jungen Menschen nochmals komplett neu anfangen. Hier leben und arbeiten die Jugendlichen zusammen mit Sozialpädagogen und fachlichen Betreuern fernab von ihrem Quartier. Die Einrichtung ist so konzipiert, dass sich die jungen Menschen hier wohlfühlen und eine positive Einstellung zur Arbeit entwickeln.

Dank der ruhigen Lage können sie in unserer Gruppe neben der Arbeit in Ruhe zu sich selbst finden und über alles nachdenken, was sie bewegt. Nichts bedroht, stört oder lenkt ab, hier können die Jugendlichen einfach mal ihre Seele baumeln lassen und ihre Gedanken sortieren.

Unsere Sozialpädagogen kümmern sich um die persönlichen Belange unserer Teilnehmer. Hierzu gehören beispielsweise die Aufarbeitung von Problemem wie seelisches Leid, Schulden, Sucht, etc. aber auch die Integration in staatliche Systeme (SGB2, SGB3, SGB8, Krankenversicherung, etc.) sowie die gesundheitliche Fürsorge.

Die Jugendlichen leben in der AWAG in einem strukturierten Alltag: Tagesbeginn mit Frühsport und gemeinsamem Frühstück. Danach der erste Arbeitsblock oder Schulblock am Vormittag. Gemeinsames Kochen und Mittagessen führen zum zweiten Arbeitsblock am Nachmittag. Danach gemeinsames Abendessen, Freizeit und dann Ruhezeit. Dadurch lernen sie Disziplin, persönliches Engagement und ein Zugehörigkeitsgefühl, welches sie zuvor oft nicht kannten. Manch ein Jugendlicher hat unsere Wohngruppe bereits als "echte Familie" bezeichnet.

Neben den Arbeiten am oder im Haus, z.B. Pflege der Außenanlage, der Wasserkraftanlage, Arbeit im Nutzgarten, arbeiten die jungen Menschen an kleinen Medien- und IT-Projekten (Internetradio, Videoprojekte, Computerservice, etc.). Sie lernen die Grundlagen der Technik kennen. Außerdem werden sie auf die Anforderungen der Berufsschule vorbereitet.

Jugendliche, die noch keinen Schulabschluss haben, können in unserer Einrichtung ihren Hauptschulabschluss nachholen.

In berufsspezifischen Praktika bei Wirtschaftsbetrieben aus der Region stellen die Jugendlichen, sobald sie gefestigt sind, ihre erlernten Kompetenzen unter Beweis. Dadurch erhalten sie Einblicke in die reale Berufswelt und können ihre Berufswahl treffen. Neben Referenzen können sich die Jugendlichen so auch ihren Ausbildungsplatz erarbeiten.

Unsere Pädagogen und Ausbilder besprechen regelmäßig die aktuelle Entwicklung mit den Jugendlichen.

Inhaltliche Ziele

Inhaltliche Ziele sind Bildung sozialer Kompetenzen (Softskills), Überwindung persönlicher Probleme (Missbrauch von Alkohol und Drogen, Gruppenzwang, Familie, Schulden, etc.), Heranführen an Arbeit, Erreichen des Hauptschulabschlusses, Vermittlung erster Fachkenntnisse (Schule und Praxis), sowie Erreichen der Ausbildungsreife.

Entwicklungsziel

Nach Abschluss der Entwicklungsstufe können die Jugendlichen Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen und haben die Ausbildungsreife erreicht.

Kapazität und Betreuung

In der Regel wird alle 3 Monate ein Platz frei. Die AWAG Mittelmühle hat eine Kapazität für vier Jugendliche. Zusätzlich stellen wir einen Notplatz für dringende Fälle bereit, um Wartezeiten zu verkürzen.

Die Einrichtung ist rund um die Uhr betreut. Das Team der Einrichtung besteht aus Ausbildern, Betreuern und pädagogischen Fachkräften.

Dauer der Maßnahme

Die Dauer der Maßnahme beträgt etwa zwölf Monate. Danach folgt dann in der Regel die zweite CoLab-Stufe, oder wir vermitteln den Jugendlichen einen Ausbildungsplatz in einem Ausbildungsbetrieb. Wenn sich Jugendliche entscheiden, eine Ausbildung in der Region zu absolvieren, bieten wir die Möglichkeit an, dass sie in unserer Azubi-WG wohnen und betreut werden, bis sie dann endgültig eine eigene Wohnung beziehen.

Besonderheiten

Die AWAG ist in einer historischen Mühle untergebracht. Sie liegt in Alleinlage am Ortsrand eines kleinen Dorfes (ca. 1.000 Einwohner) in einem romantischen Tal im westlichen Teil eines Mittelgebirges.

Die Mittelmühle verfügt noch über die alte Wassermühlentechnik, welche heute zur Stromerzeugung genutzt wird. Das Wasserkraftwerk fasziniert durch seine Technik und das Element Wasser. Durch den Betrieb des kleinen Elektrizitätswerks sparen wir Kosten und bringen wir den Jugendlichen den Umgang mit regenerativen Energien näher. Ergänzt wird die Anlage durch Photovoltaik. Dadurch ist unser Energiebedarf zum Großteil durch Ökostrom gedeckt.

Einbindung der Nachbarschaft, ehrenamtlicher und kultureller Aspekt

Wichtig für die Akzeptanz in der Nachbarschaft ist offene Kommunikation, Transparenz und, falls möglich, ehrenamtliche Einbindung. Um Außenstehende anzusprechen, ist es notwendig, das Objekt für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies erfolgt zum Beispiel bei einem Mühlenfest (Deutscher Mühlentag).

Finanzierung

Dieses Angebot wird hauptsächlich über Mittel gemäß SGB VIII (zuständiges Jugendamt) finanziert. Hier finden Sie die entsprechende Leistungsvereinbarung gemäß §§78 a ff SGB VIII und der "Hessischen Rahmenvereinbarung" (PDF). Die dazugehörige Entgeltvereinbarung senden wir Ihnen gerne nach Absprache.

Impressionen




Vertreter des Werra-Meißner-Kreises zu Besuch in unserer Einrichtung


Patrick Finke, Ilona Friedrich, BGM Klaus Fissmann, Magda Hupfeld, Anja Lenze, Landrat Stephan Reuss,
Thomas Friedrich (v.l.)


Flyer zur AWAG Mittelmühle zum Download (PDF)

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Die Wohn- und Arbeitsgruppe wird besonders unterstützt durch:




Hol mich von der Straße!


Jugendcafé Speyer-Mitte


IT-Service


Kultur im Fachkraftwerk



Wir brauchen Ihre Unterstützung

Bitte geben Sie jungen Menschen, den Boden unter ihren Füßen verloren haben, die Chance für einen Neuanfang.

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